Noch zwei Wochen vor Beginn stand der Workshop auf der Kippe: Lediglich sechs Anmeldungen lagen vor. Ob das Projekt überhaupt stattfinden kann, war unklar. Doch durch kurzfristige Mobilisierung wendete sich das Blatt – am Ende nahmen 32 Jugendliche teil, insgesamt 34 hatten sich angemeldet. Über das Wochenende hinweg arbeiteten die Teilnehmenden in altersgerechten Gruppen intensiv an zugelosten Songs, entwickelten ihre Stimmen weiter und sammelten erste oder vertiefte Bühnenerfahrungen. Unterstützt wurden sie dabei von Studierenden der Popakademie: Arbana Zahiti, Anas Amin und Uyen Nhi Le.
Der Höhepunkt folgte am Sonntagabend: Rund 100 Gäste kamen zum Abschlusskonzert und erlebten ein abwechslungsreiches und emotionales Programm. Moderiert wurde der Abend von Jugendhausleiterin Jamie Lee Imhof, die empathisch und locker durch das Konzert führte.
Die Teilnehmenden präsentierten unter anderem Songs wie „When We Were Young“ von Adele, „Drivers License“ von Olivia Rodrigo oder „Durch den Monsun“ von Tokio Hotel – und zeigten dabei eindrucksvoll, was in kurzer Zeit gemeinsam erarbeitet werden kann.
Gefördert wurde das Projekt neben der Stadt Mannheim von der Kinderhilfsorganisation „Children for a better World e. V.“ aus München, die sich insbesondere im Einsatz gegen Kinderarmut engagiert und Projekte unterstützt, die Teilhabe und Chancengerechtigkeit fördern.
Der erfolgreiche Verlauf des Workshops zeigt deutlich: Solche Projekte sind nicht nur wichtig für die kulturelle Bildung, sondern auch für Gemeinschaft, Selbstvertrauen und Ausdruck junger Menschen. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie entscheidend öffentliche Aufmerksamkeit ist, damit diese Angebote auch künftig bestehen bleiben. Im Jugendhaus Herzogenried ist man sich einig: S!NG soll weiter gehen.


